Die behinderten Menschen und ihre Organisationen sagen Stopp! zu weiteren Sparmassnahmen bei der IV. Der Verein «Nein zum Abbau der IV» wurde gegründet, um die inakzeptable und unnötige Revision 6b geschlossen zu bekämpfen. Bereits heute sind 43 Organisationen aus der gesamten Schweiz dem Verein beigetreten.
Die Menschen mit Behinderung und ihre Organisationen sind enttäuscht, dass die Sozial- und Gesundheitskommission des Nationalrats auf die Vorlage «6b» eingetreten ist. Und dies trotz der fehlenden Auswertung der 5. und der ersten Tranche der 6. IVG-Revision. Und vor allem: Trotz des guten Betriebsergebnisses der Invalidenversicherung 2011.
Die AZ-Tagesmedien portraitierten mit Simone Leuenberger eine Pionierin des selbstbestimmten Lebens mit Assistenz. Seit bald 15 Jahren gestaltet Leuenberger ihren Alltag mit AssistentInnen. Seit sechs Jahren finanziert Simone Leuenberger ihre AssistentInnen über das Assistenzbudget. Dieses wird im Sommer vom Assistenzbeitrag abgelöst.
Ein paar Tage vor Weihnachten hat sich eine kleine Gruppe von Personen mit Behinderung auf der Tribüne des Ständerates getroffen. Sie hat dort die rund vierstündige Debatte der IVG-Revision «6b» verfolgt. Die Ernüchterung über die Entscheide der neu zusammengesetzten kleinen Kammer war gross.
Als Lobbyist – insbesondere als Sehbehinderter – ist es oft nicht einfach, auf Menschen zuzugehen. Doch mit Mut, Kreativität und etwas antrainierter Technik gehen Türen auf, die ich nie erwartet hätte. Es kommen spannende Gespräche zu Stande, die ich nie für möglich gehalten hätte. Und ich kann Kontakte knüpfen, die ich mir nie hätte träumen lassen. Ich werde wiedererkannt, wahr- und ernst genommen.
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