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Ich bin Karin

47 Jahre alt und lebe mit einer Sehbehinderung. 

Das Geschlechtsmerkmal «Frau» hat natürlich einen erheblichen Einfluss auf meine Situation. Als sichtbar behinderte, weiblich gelesene Person bin ich leider öfters unerwünschtem oder sogar belästigendem Verhalten ausgesetzt. Im Vordergrund stehen unerwünschtes Ansprechen oder sonstige Kontaktaufnahmen. Daher fühle ich mich oft gestresst, wenn ich auf der Strasse oder im öffentlichen Verkehr unterwegs bin. 

Unsere Privatsphäre und Selbstbestimmung wird weniger respektiert, als dies bei männlich gelesenen Personen der Fall ist.

Wie ich damit umgehe

Meine Strategie ist es, einen möglichst selbstbewussten Eindruck zu erwecken. Dazu gehört auch, dass ich auf mein Äusseres achte und mich sorgfältig und gut kleide, weil ich festgestellt habe, dass die Leute mich dann respektvoller behandeln.

Respekt von Privatspäre und Selbstbestimmung

Ich denke, dass Frauen bzw. weiblich gelesene Personen in unserer durch das Patriarchat geprägten Gesellschaft grundsätzlich und in vielen Bereichen benachteiligt sind. Unerwünschtes Ansprechen ist nur eines von vielen Beispielen dafür. Es ist ein Ausdruck davon, dass über Frauen mit Behinderungen scheinbar verfügt werden kann. Unsere Privatsphäre und Selbstbestimmung wird weniger respektiert, als dies bei männlich gelesenen Personen der Fall ist.

Tipps: Mein Rat für andere

Als Frau mit Behinderung ist es wichtig, sich der ableistischen und sexistischen Strukturen in unserer Gesellschaft bewusst zu sein. Nur wer sich mit den Stereotypen und Rollenbildern auseinandersetzt, kann diese im Alltag erkennen und vielleicht besser dagegen ankämpfen.

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