Ich bin Peter

Ich habe vielseitige Erfahrungen mit Ableismus. Ich erlebte ihn in der Familie und in der Verwandtschaft, im Kollegen- und Freundeskreis und aktuell besonders in der Gesellschaft. Das schmerzt und ich fühle mich oft ohnmächtig.

Früher in der Familie und Verwandtschaft kriegte ich oft zu hören, dass ich aufgrund meiner Behinderung dies und jenes nicht tun, sagen oder machen könne. Oder dass es sich nicht rentieren würde und der Aufwand für die Anderen zu gross wäre. Auch im Kollegen- und Freundeskreis erlebte ich Ableismus. Subtil, mit Sprüchen oder im Verhalten.

Meine Schulzeit war nicht einfach und es fällt mir schwer, die Grenze zwischen Mobbing und Ableismus zu ziehen. Ich erlebte physische und psychische Gewalt und teils auch menschenunwürdige Grausamkeiten. Deshalb hatte ich in der Pubertät bis Anfang zwanzig grosse Probleme, meine Wut und meine Aggressionen zu kontrollieren.

Aktuell treffe ich in der Gesellschaft auffallend oft auf Ableismus: in der Politik, beim Bekanntschaften machen, beim Dating und wenn es um Sexualität geht. 

Zum Glück kriege ich auch viel positives Feedback und habe gute Erlebnisse in allen Lebensbereichen.

Ich lasse mich nicht beirren und ziehe mein Ding durch. Das ist für mich das Wichtigste.

So gehe ich mit Ableismus um

Ich lasse mich nicht beirren und ziehe mein Ding durch. Gleichwohl sollte Jede*r sich stets hinterfragen, sich selbst reflektieren und seine Lehren ziehen.

Die meisten Verwandten habe ich Lügen gestraft, indem ich ihre Vorurteile zunichte gemacht habe. Meine Freunde und Kollegen haben zum Glück dazugelernt. Heute fühle ich mich akzeptiert und respektiert.

Zwischen 12 und 22 habe ich viel erlebt und an mir gearbeitet, teilweise mit professioneller Hilfe. Ich habe mich weiterentwickelt und bin zufrieden mit mir. Das hat sich für mich und mein Umfeld gelohnt.

Momentan erlebe ich wieder einen Umbruch. Ich stelle die Weichen in bestimmten Lebensbereichen neu oder stehe vor neuen Herausforderungen. Um alles zu verarbeiten und zur Selbstreflexion hole ich mir vielleicht wieder professionelle Unterstützung.

Ich versuche immer im «Driver-Seat», also im Fahrersitz zu sitzen. Positiv und proaktiv, auch wenn das Negative manchmal verführerisch ist.

Tipps: Mein Rat für Sie

Auch wenn’s nicht immer einfach ist: Sei du selbst. Nimm Kritik an. Wenn sie zutrifft, arbeite daran, wenn nicht, lass einfach los. Lebe deine Träume und Wünsche und bleib positiv.

Um Erlebtes zu verarbeiten und zur Selbstreflexion empfehle ich professionelle Unterstützung.

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