Typische Hürden für echte Partizipation
- Zu späte Einbindung: Beteiligung erfolgt erst, wenn zentrale Entscheide schon gefallen sind.
- Alibi-Partizipation: Mitreden ohne echte Mitbestimmung oder wirksame Berücksichtigung der eingebrachten Perspektiven.
- Unklare Rahmenbedingungen: Rollen, Ziele, Zuständigkeiten, zeitlicher Aufwand und Barrierefreiheit sind nicht ausreichend definiert.
- Unterrepräsentation in den Medien: Fehlende Sichtbarkeit von Fachpersonen mit Behinderungen; stereotype oder vereinfachende Darstellungen.
- Forschung ohne Betroffene: Studien und Projekte zu Behinderung werden ohne systematischen Einbezug von Expert*innen in eigener Sache durchgeführt.
- Verwechslung von individueller und kollektiver Selbstvertretung: Einzelne Stimmen ersetzen keine politisch organisierten Selbstvertretungsstrukturen.
- Hürden beim Zugang zur Selbstvertretung: Fehlende Rechte, Ressourcen, Unterstützung oder Assistenz erschweren eine wirksame Beteiligung.
- Unpassende Zuschreibung: Nicht jede Person mit Behinderung möchte oder kann als «Selbstvertreter*in» auftreten.