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Ableismus hat viele Gesichter

Ableismus ist das unvollständige Bild, das nicht behinderte Menschen von Menschen mit Behinderungen haben. Ableismus hat viele Gesichter.

Der Begriff beschreibt ein komplexes und vielschichtiges System von Vorurteilen, und Diskriminierungen gegenüber Menschen mit Behinderungen. Komplex, weil diese Art der Diskriminierungen nicht nur durch Verachtung, sondern auch durch wohlwollende Haltungen zum Ausdruck kommt. Vielschichtig, weil Menschen mit Behinderungen sie tagtäglich erleben.

Wir wollen Strukturen und Normdenken durchbrechen.

Wir fordern

Ableismus in der Sprache, im Verhalten, im Alltag muss konsequent benannt und sichtbar werden.

Menschen mit und ohne Behinderungen erkennen und reflektieren ableistisches Verhalten und Normdenken bei sich und bei anderen.

Die Gleichwertigkeit, Gleichbehandlung und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen muss selbstverständlich werden.

Helfen Sie uns, Ableismus zu bekämpfen.

Bei sich und bei anderen.

Mehr

Was ist Ableismus?

Ableismus kommt vom englischsprachigen Konzept «ableism» (von able = fähig). Es umfasst alle Vorurteile, Ungleichbehandlungen und Diskriminierungen, denen sogenannt behinderte Menschen ausgesetzt sind.

«Gesunde und fähige Körper» werden dabei gesellschaftlich bevorzugt, und die Welt nach den fähigen, «normalen» Menschen organisiert. Institutionen, Städte, gesellschaftliche Rollen, Wohnformen, Transport- und Kommunikationsmittel, Arbeit und Freizeit: Alles ist auf «fähige, normale» Menschen ausgerichtet, auf Menschen, die den Normvorstellungen entsprechen.

Mehr dazu

Zentrale Punkte

Die Gesellschaft schafft Behinderungen

Die Diskriminierungen sind vielfältig

Auch Blicke und Worte können diskriminieren

Ableismus kann verinnerlicht werden

So erkennen Sie Ableismus

Ableismus passiert in alltäglichen Situationen: in der Sprache, bei der Arbeit, in der Freizeit, im öffentlichen Verkehr, im Gesundheitswesen. Ableismus zeigt sich darin, dass Menschen aufgrund ihrer Behinderung nicht gleich behandelt werden wie nicht behinderte Menschen. Menschen mit Behinderungen werden häufig nicht ernst genommen, ihr Wissen in Frage gestellt, ihre Bedürfnisse und Wünsche übergangen.

Wer Ableismus im eigenen Handeln besser erkennen will, stellt sich diese Fragen Quelle: Aktion Mensch

  • Spreche ich mit meinem Gegenüber respektvoll und auf Augenhöhe?
  • Behandle ich mein Gegenüber aufgrund ihrer*seiner Behinderung abwertend/schlecht/unfair?
  • Behandle ich mein Gegenüber aufgrund ihrer*seiner Behinderung mitleidig?
  • Spreche ich eine Person mit Behinderung direkt an oder kommuniziere ich nur über Begleitpersonen?
  • Ziehe ich Schlüsse über die Gefühlswelt meines Gegenübers, ohne die Person selbst nach ihrem Befinden gefragt zu haben?
  • Spreche ich Ungleichbehandlungen (Abwertungen und Aufwertungen) von Menschen mit Behinderungen an, wenn ich entsprechende Situationen mitbekomme?
  • Kläre ich mein Umfeld über den Ausdruck Ableismus und seine Bedeutung auf?

Ableismus zeigt sich auch darin, dass nicht behinderte Menschen gegenüber Menschen mit Behinderungen eine besonders wohlwollende Haltung zeigen.

Internalisierter Ableismus

Internalisierter Ableismus entsteht, wenn Menschen mit Behinderungen die Vorurteile und Diskriminierungen, die sie erleben, verinnerlichen und ihre Fähigkeiten oder ihre Rechte selbst in Frage zu stellen. 

Beispiele für internalisierten Ableismus

  • «Ich übernehme häufig Verantwortung für mich respektive für meine Behinderung, die ich eigentlich gar nicht übernehmen müsste. Ein Beispiel: Der Flug hat Verspätung, weil die Verantwortlichen es versäumt haben, mich früh genug einsteigen zu lassen. Das Flugzeug verpasst sein Startfenster und muss wieder hinten anstehen. Wegen dieser Verspätung verpassen einige Mitreisende in Zürich den letzten Zug nach Hause. In solchen Fällen fühle ich mich schuldig, obwohl ich objektiv gesehen gar nichts damit zu tun habe.» Simone Leuenberger
  • «Ich habe lange nicht um eine Rampe für den Bus gebeten, obwohl ich damit einfacher einsteigen kann. Und ich entschuldige mich jedes Mal bei der Person, die mir beim Ein- oder Aussteigen hilft. Das Problem liegt aber in den noch nicht hindernisfreien Zügen, die mir das Ein- und Aussteigen erschweren.» Raphaël de Riedmatten

Podcast zum Reinhören

Judyta Smykowski, Jonas Karpa und Raúl Krauthausen in ihrem Podcast «Die Neue Norm» über Internalisierter Ableismus: Wenn Menschen Diskriminierung verinnerlichen

So können Sie sich gegen Ableismus wehren

  • Broschüre Ableismus erkennen und begegnen
    In der Broschüre der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e. V. – ISL wird das Konzept des Ableismus erklärt. Erfahrungsberichte von Menschen mit Behinderungen verdeutlichen die Mechanismen und zeigen Reaktionsmöglichkeiten auf. Verschiedene Strategien werden bekannt gemacht, mit denen man Ableismus begegnen und sich wehren kann. 
  • #AbleismTellsMe
    Menschen mit Behinderungen twittern über ihre Diskriminierungserfahrungen

Tipps gegen sprachlichen Ableismus

Die wichtigsten Begriffe für eine respektvolle Sprache

Out

Invalide*r

In

Mensch mit Behinderungen, falls relevant mit Behinderungsart, z.B. Menschen mit Körperbehinderungen, mit Sehbehinderung etc.

invalid

behindert

Invalidität

Behinderung

Invaliden-WC

WC für Menschen mit Behinderungen

Invalidenparkplatz

Parkplatz für Menschen mit Behinderungen

Begründung

Der Begriff «invalid» und seine Ableitungen müssen aus der Alltagssprache verschwinden. «invalid» bedeutet «unwert», «wertlos», «ungültig», «schwach». Der Begriff aus dem Lateinischen bezeichnete ab dem 18. Jahrhundert Menschen, die einen Krieg mit einer bleibenden Verletzung oder Behinderung überlebt haben. Mit der Verwendung des negativ besetzten Begriffs «invalid» reduzieren Sie eine Person auf ihre Behinderung und machen sie zum Objekt. Die Person selbst wird zur Nebensache.

Out

IV-Fall

In

Versicherte*r, Rentenbeziehende*r, Leistungsberechtigte*r

Begründung

Der Begriff ist unpersönlich und abwertend. Er besetzt Personen mit Behinderungen negativ. Menschen, die berechtigt sind, eine Leistung der Invalidenversicherung zu beanspruchen, sind keine Objekte. Sie bleiben als Personen Subjekte.

Out

Behinderte*r, Krüppel*in, Mensch mit Handicap, Mensch mit besonderen Bedürfnissen, Andersbegabte*r

In

Mensch mit Behinderungen, falls relevant mit Behinderungsart, z.B. Menschen mit Körperbehinderungen, Sehbehinderungen etc.

Begründung

  • Die Substantivierung «Behinderte*r» reduziert den Menschen auf die Behinderung. Sie vermittelt das Bild einer Spezial- oder Untergruppe innerhalb der Gesellschaft, die sich von Menschen ohne Behinderungen deutlich abgrenzt.
  • Der Ausdruck «Krüppel*in» bezeichnet ursprünglich einen in seiner Bewegungsfähigkeit physiologisch dauerhaft behinderten Menschen. Auch jemand, dem von Geburt an oder durch äussere Einwirkungen Gliedmassen fehlten, wurde als verkrüppelt bezeichnet. Heute gilt Krüppel*in als Schimpfwort, das nicht nur eine körperliche oder kognitive Behinderung feststellt, sondern einem missliebigen Menschen als Beleidigung eine solche Behinderung zuspricht.
  • Im deutschsprachigen Raum wird «Handicap» praktisch synonym mit «Behinderung» gebraucht. Der englische Begriff wird von vielen als beleidigend empfunden, weil er als Bild an cap-in-the-hand, also an Betteln, erinnert. Der tatsächliche Hintergrund von hand-in-cap ist aber ein anderer. Der Begriff geht auf ein altes englisches Spiel zurück, bei dem das eingesetzte Geld in einen Hut oder eine Kappe gelegt wird. Handicap wurde früher in England auch bei Pferderennen verwendet. Ein überlegenes Pferd erhielt vom Schiedsrichter zusätzliches Gewicht (Handicap) aufgelegt, um seinen Vorteil auszugleichen. So gesehen entspricht Handicap einer künstlichen Benachteiligung. Später wandelte sich die Bedeutung von Handicap in eine grundsätzliche Benachteiligung.
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Begriff für die International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) aufgegeben und den Begriff «Disability» (jetzt: Behinderung) als Oberbegriff für alle drei Aspekte (Körper, Individuum und Gesellschaft) eingeführt.
  • Die Formulierung «Mensch mit besonderen Bedürfnissen» soll eine positive Bewertung einer Andersartigkeit widerspiegeln – ist aber beliebig und ohne Aussagekraft. Sie trifft auch auf viele andere Gruppen zu: alte, kranke, arbeitslose, drogenabhängige Menschen, Kinder, Menschen mit Migrationshintergrund usw. Genau genommen gilt diese Formulierung für alle Menschen. Alle haben besondere Bedürfnisse. Menschen mit Behinderungen sind kein besonderer Menschenschlag. Ihre Wünsche und Bedürfnisse unterscheiden sich von Person zu Person – wie bei Menschen ohne Behinderungen auch.
  • Andersbegabte*r: Jeder einzelne Mensch hat andere oder unterschiedliche Fähigkeiten oder Begabungen. Auch bei Menschen mit Behinderungen unterscheiden sich Fähigkeiten und Begabungen von Person zu Person – wie bei Menschen ohne Behinderungen auch.

Out

von einer Behinderung betroffen sein, an einer Behinderung leiden, ein schweres Los tragen, ein trauriges Schicksal haben, trotz Behinderung das Leben meistern

In

leben mit Behinderungen, eine Behinderung haben

Begründung

  • Die Formulierung «von einer Behinderung betroffen sein» impliziert Ohnmacht und eine schwierige Situation. Sie definiert den Menschen mit Behinderungen als dem Schicksal ausgeliefert und schliesst Selbstbestimmung aus.
  • Die Begriffe «an einer Behinderung leiden, ein schweres Los tragen, ein trauriges Schicksal haben» implizieren eine schwierige, schmerzvolle Situation und definieren Menschen mit Behinderungen auf einer rein emotionalen Ebene.
  • Trotz Behinderung das Leben meistern: Wer mit einer Behinderung lebt, ist nicht automatisch ein*e Held*in

Out

Mensch mit Beeinträchtigungen

In

Verwenden Sie «Beeinträchtigung», wenn Sie eine spezielle Funktionsbeeinträchtigung beschreiben, z.B. Personen mit visuellen Beeinträchtigungen, mit motorischen Beeinträchtigungen.

Begründung

Eine «Beeinträchtigung» ist eine Funktionseinschränkung aus medizinischer Sicht. Häufig ziehen ältere Menschen den Begriff «Beeinträchtigung» dem Begriff «Behinderung» vor.

Out

behindert ≠ krank

behindert ≠ a(b)normal

In

Begründung

  • Mit Behinderungen zu leben, bedeutet nicht automatisch, krank zu sein. Behinderung ist kein Synonym für Krankheit. Krankheiten sind im guten Falle heilbar, im schlechten Falle tödlich. Behinderung hingegen ist in der Regel etwas Dauerhaftes; sie muss aber auch nicht zwingend ein ständiges Leiden verursachen.
  • Was als «normal» gilt, ist immer relativ. Wo genau das «Normale» anfängt und wo es aufhört, dazu gibt es viele Meinungen. Die Kategorien «normal / a(b)normal» sind deshalb ungeeignet, um Menschen mit und ohne Behinderungen zu beschreiben.

Out

behindertengerecht

In

hindernisfrei

Begründung

Der Begriff «behindertengerecht» verleitet dazu, nur an Massnahmen für Menschen mit Behinderungen zu denken. Er unterschlägt, dass Hindernisfreiheit – wie der niveaugleiche Einstieg in ein Verkehrsmittel – allen zugutekommt.

Out

Taubstumme*r

In

Mensch mit Hörbehinderung, mit Hörbeeinträchtigung, mit auditiver Beeinträchtigung, mit Schwerhörigkeit, mit Gehörlosigkeit

Begründung

Viele gehörlose Menschen können sehr wohl sprechen, aber nicht hören. Sie sind also nicht sprachlos, können aber die Lautsprache nur eingeschränkt nutzen. Häufig kommunizieren sie mit Gebärden- und/oder Lautsprache und mittels modernen Technologien wie Internet, E-Mail, SMS usw. Taub ist dagegen die Beschreibung eines Zustands von Gefühllosigkeit: Finger sind vor Kälte taub. Das Wort «taub» kommt aus dem Mittelhochdeutschen und Althochdeutschen. «toup, toub» bedeutet «stumpfsinnig, verwirrt, empfindungslos, betäubt, doof».

Out

Zeichensprache

In

Gebärdensprache

Begründung

Es gibt Menschen mit Hörbehinderung, die in der Gebärdensprache kommunizieren. Die Gebärdensprache ist viel komplexer als eine simple Zeichensprache. Sie verbindet Gestik, Mimik, lautloses Sprechen und Körperhaltung. Wer gebärdet, spricht eine manuell produzierte und visuell wahrnehmbare Sprache.

Out

Geistesschwache*r, geistig Zurückgebliebene*r, geistig Behinderte*r, Debile*r, Schwachsinnige*r

In

Mensch mit Lernbehinderung, mit intellektueller Behinderung, mit kognitiver Behinderung

Begründung

Diese Ausdrücke sind nicht mehr zeitgemäss. Menschen mit Lernbehinderungen verfügen sehr wohl über Geist.

Out

Mongoloide*r

In

Mensch mit Down-Syndrom, mit Trisomie 21

Begründung

Verwenden Sie für spezifische Behinderungsformen die richtigen Fachbegriffe. Das Down-Syndrom ist benannt nach Dr. John Down. Er hat Ende des 19. Jahrhunderts als erster die Behinderungsform Trisomie 21 aus medizinwissenschaftlicher Perspektive beschrieben. Die Bezeichnung Mongolismus geht auf den Vergleich von Personen mit Trisomie 21 mit den Bewohnern der Mongolei zurück (ähnliche Gesichtszüge) und ist diskriminierend und rassistisch zugleich.

Out

Geisteskranke*r, Irre*r, Schwachsinnige*r, Wahnsinnige*r

In

Mensch mit einer psychischen Erkrankung
Falls relevant, spezifizieren Sie: Mensch mit einer Depression, einer Schizophrenie, einer Angsterkrankung etc.

Begründung

Diese Ausdrücke sind nicht mehr zeitgemäss und wirken beleidigend.

Out

sein Leben in absoluter Dunkelheit verbringen

In

sehbehindert sein, blind sein

Begründung

Visuelle Beeinträchtigungen sind sehr unterschiedlich. Blindheit ist nicht immer gleichzusetzen mit vollständiger Dunkelheit und Schwärze. Fragen Sie die Person mit einer visuellen Beeinträchtigung, wie und was sie wahrnimmt, bevor Sie voreilige Schlüsse ziehen.

Out

an den Rollstuhl gefesselt sein

In

den Rollstuhl benutzen, Rollstuhl fahren

Begründung

Dieses Bild ist falsch. Niemand wird tatsächlich an einen Rollstuhl gefesselt. Das impliziert Assoziationen an Strafe oder Folter und rückt die Schwäche der Person in den Mittelpunkt. Der Rollstuhl ist ein Hilfsmittel, das aktive Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglicht.

Out

in einem gelähmten Körper gefangen sein

In

körperbehindert sein, Rollstuhlfahrer*in sein

Begründung

Diese Redewendung spricht Menschen mit einer Körperbehinderung Selbstbestimmung und Eigeninitiative ab.

Out

Liliputaner*in, Zwerg*in

Riese/Riesin

In

kleinwüchsiger Mensch

grosswüchsiger Mensch

Begründung

Menschen, die unterdurchschnittlich klein oder überdurchschnittlich gross sind, werden leider immer noch als Riesen oder Zwerginnen bezeichnet. Riesinnen und Zwerge gibt es aber nur im Märchen. Und Liliputaner*innen sind Fabelwesen aus der Erzählung «Gullivers Reisen» von Jonathan Swift.

Out

Spastiker*in

In

Mensch mit sensomotorischen Störungen, mit einer Cerebralparese

Begründung

In seiner Kurzform «Spasti» wird dieses Wort im Slang als Schimpfwort gebraucht.

Out

Wasserkopf

In

Mensch mit Hydrocephalus

Begründung

Dieses Wort gehört ebenfalls in die Kategorie Schimpfwörter.

Out

Heiminsasse/-insassin

In

Heimbewohner*in, Mensch, der in einem Heim lebt

Begründung

Dieser Ausdruck ruft das Bild einer Person hervor, die in einer Institution sitzt oder eingesperrt ist.

Out

Patient*in, Klient*in

In

Mensch mit …behinderung

Begründung

  • Der Begriff «Patient*in» widerspiegelt nur die medizinische Sichtweise. Menschen mit Behinderungen sind nur dann Patientinnen und Patienten, wenn sie in medizinischer Behandlung sind. Eine Behinderung macht einen Menschen nicht zwingend zum Dauerpatienten oder zur Dauerpatientin.
  • «Klient*in» ist sehr unpersönlich. Er distanziert und reduziert Menschen mit Behinderungen auf eine rein geschäftsmässige Beziehung und vernachlässigt alles andere.

Out

Pflegefall

In

pflegebedürftige Person, Mensch, der Pflege benötigt

Begründung

Der Begriff ist sehr unpersönlich und abwertend. Die Person wird als «Fall» zum Objekt. Wer Pflege benötigt, will kein Pflegefall sein. Auch wer Pflege benötigt, bleibt Subjekt.

Out

Resozialisierung in die Arbeitswelt

In

berufliche Integration, Vorbereitung auf den
Wiedereinstieg ins Erwerbsleben, auf die Teilnahme am Erwerbsleben

Begründung

Menschen mit Behinderungen, die erstmalig auf das Erwerbsleben vorbereitet werden oder in der Arbeitswelt wieder Fuss fassen, sind keine unerprobten Personen, die erst auf den gesellschaftlichen Umgang vorbereitet werden müssten.

Ableismus im Alltag

Menschen mit Behinderungen über ihre Erfahrungen mit Ableismus und wie sie damit umgehen.

Saphir Ben Dakon

Ich bin Saphir

Wir Frauen mit Behinderungen sind zusätzlich von Sexismus betroffen. Wann immer es dem Gegenüber beliebt, werden wir auf unser Geschlecht oder unsere Behinderung reduziert.

Weiterlesen

Haben Sie auch Erfahrung mit Ableismus?

Teilen Sie ihre Erlebnisse und werden Sie Teil der Veränderung.

Leiden Sie an Ableismus?
Chronologie

Ableismus benennen und bekämpfen

Grafik Flagge Vereinte Nationen

Schweiz ratifiziert UNO-BRK

Sieben Jahre haben Menschen mit Behinderungen und ihre Organisationen für den Beitritt der Schweiz zur UNO-Behindertenrechtskonvention gekämpft.
Nothing without us! © Agile/Mark Henley

Petition Politische Partizipation

Zur Förderung der vollen politischen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen reichen wir zusammen mit Procap die Petition «Politische Partizipation von Menschen mit Behinderung» ein.
Titelseite der gedruckten Broschüre Sprache ist verräterisch aus dem Jahr 2016

Sprache ist verräterisch

Wir publizieren erstmals die Broschüre «Sprache ist verräterisch» gegen die sprachliche Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen und für eine respektvolle Wortwahl.
Nothing without us! © Agile/Mark Henley

Postulat Politische Partizipation

Im Nachgang auf unsere Petition fordern die Kommissionen den Bundesrat auf, zu prüfen, mit welchen Massnahmen die Hindernisse, welche Menschen mit Behinderungen die politische Partizipation erschweren, beseitigt werden können.
Symbolbild auf dem Weg zum Arzt

Ist Ihre Praxis hindernisfrei?

Menschen mit Behinderungen stossen häufig auf Hindernisse beim Besuch in der Arzt- oder Zahnarztpraxis. Diese Broschüre leistet einen Beitrag dazu, dass Menschen mit Behinderungen leichten und hindernisfreien Zugang zur ambulanten medizinischen Versorgung finden.
Intensivbehandlung-, Notfall- und Operationszentrum (INO) Inselspital Bern

Triagekriterien in der Intensivmedizin

Keine Diskriminierung beim Zugang zu intensivmedizinischen Behandlungen: Die Triagekriterien von intensivmedizinischen Behandlungen bei Ressourcenknappheit werden nach einer Intervention von Agile und Inclusion Handicap angepasst.
Logo InVIEdual

Agile gründet InVIEdual

Menschen mit Behinderungen, die Assistent*innen anstellen, haben nun die Chance, sich einen Branchenverband anzuschliessen, der sich für ihre Bedürfnisse einsetzt.
Menschen mit Behinderungen unterwegs in den Strassen Berns.

Kooperationen

Agile kooperiert mit verschiedenen intersektionalen Organisationen im Kampf gegen Ableismus von Menschen mit Behinderungen (z.B. sexistische und sexuelle Gewalt).
Maud Theler, im Vorstand von Agile, geht für ihr Recht auf Selbstbestimmung auf die Strasse © Inclusion Handicap Weckruf-Aktion vom 9. März 2022

UNO-Ausschuss rügt die Schweiz

Die Schweiz verletzt in vieler Hinsicht die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Die von der UNO-BRK geforderte Inklusion wird auf allen Staatsebenen und in der Gesellschaft noch zu wenig gelebt.
Menschen mit Behinderungen demonstrieren für ihre Rechte © Inclusion Handicap Weckruf-Aktion vom 9. März 2022

Weckruf-Aktion UNO-BRK

Im März haben wir uns in Bern auf dem Waisenhausplatz getroffen, um für die Rechte und die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen einzustehen.
BERN, April 2023; Sammelstart der Inklusions Initiative c PublicBeta

Inklusionsinitiative lanciert

Agile lanciert mit Partner*innen die Inklusionsinitiative. Sie soll die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderungen in allen Lebensbereichen sicherstellen.
2022
2015
2016
2017
2019
2020
12/2020
2021
3/2022
3/2022
4/2023

Für Gleichwertigkeit, Gleichbehandlung und Teilhabe

Ableismus, also die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen, gab es schon immer. Wir kämpfen seit jeher gegen jegliche Form von Diskriminierung – gegen Ableismus – und für die selbstverständliche Inklusion von Menschen mit Behinderungen.

Damit wir die Ungleichbehandlung von Menschen mit Behinderungen genauer benennen und bekämpfen können, müssen wir den Begriff Ableismus und seine Bedeutung in unsere Alltagssprache integrieren. Denn wie Malick Reinhard schreibt: «Das Besondere an einer Unterdrückung ist, dass nur eine bestimmte Gruppe von Menschen ihr ausgesetzt ist. Diejenigen, die ausserhalb dieser Gruppe stehen, haben Schwierigkeiten, die Realität zu erkennen.»

Unsere Projekte

Inklusionsinitiative

Für die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen

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Hier wird Ihnen geholfen
Dabei ist Ableismus doch überall