Agile deckt auf: Sozialsystem lässt Menschen mit Behinderungen im Stich
Sozialleistungen für Menschen mit Behinderungen: Eingeschränkter Zugang trotz anerkannter Rechte
Menschen mit Behinderungen haben Anspruch auf Leistungen wie IV-Rente, Ergänzungsleistungen oder Assistenzbeitrag. Doch viele erhalten sie nicht. Die Gründe sind strukturell: langwierige Verfahren, unverständliche Informationen, fehlende Barrierefreiheit und mangelndes Wissen bei Behörden.
Nichtinanspruchnahme von Sozialleistungen: Jede vierte Person verzichtet
Eine von Agile durchgeführte Befragung zeigt: Rund ein Viertel der Befragten verzichtet auf ihnen zustehende Leistungen. Die Folgen sind gravierend – finanzielle Not, soziale Isolation und gesundheitliche Risiken.
«Wer auf Sozialleistungen verzichtet, lebt oft in Armut, sozial isoliert und mit gesundheitlichen Risiken – trotz rechtlichem Anspruch. Das widerspricht den Grundsätzen von Inklusion und Chancengleichheit.»
Emilie Rosenstein, Professorin für Sozialpolitik, Hochschule für Soziale Arbeit und Gesundheit Lausanne (HETSL)
Selbstvertretung und Peer-Beratung: Betroffene fordern Mitsprache
Agile stellt die Perspektiven der Betroffenen ins Zentrum. Das neue Themendossier deckt Missstände auf, enthält Stimmen von Menschen, die aus eigener Erfahrung berichten – und zeigt, wie Peer-Beratung und konkrete Empfehlungen dabei helfen können, Barrieren abzubauen.
«Oft fehlt es den Menschen an Wissen und Kraft, um Sozialleistungen zu beantragen. Noch schlimmer ist, dass sie von den Behörden kaum über ihre Rechte informiert werden.»
J.E., Betroffene und Sozialarbeiterin
UNO-BRK und Reformbedarf: Agile fordert ein gerechteres Sozialsystem
Agile fordert konkrete Massnahmen, um den Zugang zu Sozialleistungen zu verbessern. Die Schweiz hat sich mit der UNO-Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK) verpflichtet, ein diskriminierungsfreies Sozialsystem zu schaffen. Jetzt ist es Zeit zu handeln. Im Dossier zeigt Agile auf, wo Handlungsbedarf besteht – und wie ein gerechteres Sozialsystem möglich wird.
Redaktionen sind eingeladen, das Thema aufzugreifen. Für Interviews mit Betroffenen, Hintergrundgespräche und Bildmaterial stehen wir gerne zur Verfügung.
Kontakt für Medienanfragen, Interviews mit Betroffenen und Bildmaterial
Deutsch: Nicole Odermatt, Stv. Leiterin Kommunikation / 031 390 39 35 / nicole.odermatt@agile.ch
Französisch: Raphaël de Riedmatten, Medienkontakt Romandie / 031 390 39 30 / 076 589 10 77 / raphael.deriedmatten@agile.ch
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