Jahresbericht 2025: Bleiben wir laut. Bleiben wir unbequem.

2025 war für Agile ein Jahr der klaren Haltung und des entschlossenen Handelns. Mit der Inklusionsinitiative stand die Frage im Zentrum, ob Inklusion in der Schweiz endlich als verbindliches Recht umgesetzt wird – oder ein leeres Versprechen bleibt. Agile hat das vergangene Jahr genutzt, um Position zu beziehen, politische Prozesse kritisch zu begleiten und den Stimmen von Menschen mit Behinderungen Gehör zu verschaffen.

Inklusion braucht Rechte – keine Symbolpolitik

Die Inklusionsinitiative prägte das politische Jahr. Agile brachte sich mit fundierten Analysen, Stellungnahmen und öffentlichen Aktionen ein und machte deutlich: Ein zahnloser Gegenvorschlag reicht nicht. Es braucht klare Zuständigkeiten, verbindliche Rechte und eine gesicherte Finanzierung. Mit Kampagnen wie der symbolischen Übergabe des «Schlüssels zur Inklusion» und einer nationalen Postkartenaktion an den Bundesrat wurde die Forderung nach echter Gleichstellung sichtbar und hörbar.

Selbstbestimmt leben darf kein Privileg sein

Ein zentrales Thema 2025 war die persönliche Assistenz. Gesetzliche und administrative Vorgaben – etwa durch kantonale Normalarbeitsverträge – gefährden zunehmend die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen. Gemeinsam mit InVIEdual machte Agile sichtbar, wie bestehende Regelungen den Alltag einschränken und weshalb nicht gedeckte Kosten dringend anerkannt und finanziert werden müssen.

Politische Teilhabe stärken – sichtbar, verbindlich, vielfältig

Agile setzte sich auch 2025 konsequent für politische Partizipation ein. In Vernehmlassungen, Sessionsbriefen, Anhörungen und Gesprächen mit Parlamentarier*innen brachte der Verband die Anliegen von Menschen mit Behinderungen direkt ins Parlament. Gleichzeitig wurden neue Grundlagen geschaffen, um bisher unterrepräsentierte Gruppen zu stärken – etwa mit dem Pilotprojekt zur Stärkung der politischen Partizipation von FINTA*-Personen mit Behinderungen.

Gewalt, Ableismus und Barrieren benennen

In der Kampagne «16 Tage gegen Gewalt» machte Agile deutlich, dass Frauen und queere Menschen mit Behinderungen besonders gefährdet sind Gewalt zu erleben – und oft keinen barrierefreien Zugang zu Schutz und Hilfe haben. Weitere Schwerpunkte lagen auf der Sensibilisierung für Ableismus sowie auf dem Abbau von Barrieren bei Sozialleistungen, unter anderem mit einem neuen Onlinedossier.

Der Jahresbericht 2025 zeigt, wofür Agile steht: Nichts ohne uns. Bleiben wir laut. Bleiben wir unbequem. Inklusion braucht Taten – wir liefern.

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