Mentoring 2026-2027: Infos zum Empowerment-Projekt für Frauen/FINTA* mit Behinderungen

Die Anmeldefrist für das Mentoring-Projekt 2026-2027 ist am 20. März 2026 abgelaufen. Das Projekt befindet sich aktuell in der Umsetzungsphase. Eine Anmeldung ist derzeit nicht mehr möglich. Sobald Informationen zu einer möglichen nächsten Durchführung vorliegen, werden wir diese auf dieser Seite veröffentlichen.

Ein Empowerment-Angebot für Frauen/FINTA* mit Behinderungen

Das Mentoring-Projekt unterstützt Frauen und FINTA*-Personen mit Behinderungen, die politisch aktiv sind oder sich künftig engagieren möchten.
Es fördert Sichtbarkeit, Teilnahme und politische Teilhabe von Menschen, die aufgrund mehrfacher Diskriminierung besonders häufig Barrieren erleben. Das Angebot verbindet individuelle Begleitung mit Workshops, Selbstlernkursen und Praxisübungen. Die Teilnahme ist kostenlos und barrierefrei gestaltet.

FINTA* steht für Frauen, Inter-Personen, Nichtbinäre, Trans- und Agender-Personen. Der Stern (*) schliesst alle weiteren Geschlechtsidentitäten ein, die sich ausserhalb der binären Kategorien männlich und weiblich verorten.


 

Links zu allen Informationen:

Was bietet das Projekt?

Im Zentrum steht das Mentoring-Tandem: Eine erfahrene FINTA*-Person mit Behinderung begleitet eine Mentee individuell über rund 1,5 Jahre. Ergänzend dazu profitieren die Teilnehmenden von folgenden Angeboten:

Für Mentees:

  • Workshops: Sie lernen nicht nur von erfahrenen Mentor*innen, sondern auch von Kursleiter*innen und anderen FINTA* mit Behinderungen.
  • Selbstlernkurse: Sie lernen flexibel, wann und wie es für Sie passt.
  • Praxisübungen: Sie wenden Ihr Wissen direkt an – in der Politik, in den Medien oder auf anderen Plattformen.
  • Zertifikat: Sie erhalten ein Zertifikat – und neue Impulse für Ihren weiteren Weg.

Für Mentor*innen:

  • Mentoring mit Wirkung: Sie teilen Ihre Expertise und fördern politische Partizipation.
  • Austausch & Vernetzung: Sie nehmen an Schulungen und Intervisionen teil, erhalten Impulse und neue Perspektiven.
  • Honorierung: Sie werden für Ihre Begleitung mit CHF 100.-/h entschädigt.

Zielgruppen

Mentees:

Das Angebot richtet sich an FINTA*-Personen mit Behinderung, die sich politisch engagieren möchten, sich für Behindertenrechte einsetzen oder stärker in politischen Gremien, Organisationen oder Medien vertreten sein wollen.

Mentor*innen:

Gesucht wurden FINTA*-Personen mit Behinderung, die Erfahrung in Politik, Verbänden oder Medien mitbringen, über Wissen zu Behindertenrechten verfügen und gut vernetzt sind.

Warum dieses Mentoring wichtig ist

FINTA* mit Behinderungen sind in Politik und Öffentlichkeit kaum sichtbar – und erleben oft Mehrfachdiskriminierungen. Das Projekt setzt genau hier an: Es will ihre Stimme stärken und ihre Teilhabe fördern und schafft Zugang zu Wissen, Netzwerken und politischer Praxis.

Projektzeitraum

Frühsommer 2026 bis November 2027

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit wird bei allen Veranstaltungen und in der Kommunikation berücksichtigt.
Eine Übersetzung der Kurs‑ und Workshopinhalte in Leichte Sprache ist aus Ressourcengründen derzeit nicht möglich.

Kontakt

Nicole Odermatt (sie/ihr)
E‑Mail: nicole.odermatt@agile.ch
Telefon: 031 390 39 35

Gefördert durch:

Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB)

Logo EBGB

Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG)

Logo SGG

Ernst Göhner Stiftung (EGS)

Logo Ernst Göhner Stiftung

Mehr zum Thema Frauen/FINTA*

  • Beitrag

    Behindertensession 2026 im Bundeshaus

    44 Menschen mit Behinderungen nahmen am 21. Oktober 2026 im Nationalratssaal Platz und berieten über konkrete politische Forderungen für mehr Inklusion. Die verabschiedeten Petitionen werden nun dem Parlament und dem Bundesrat übergeben.
    Link zur Detailseite
  • Fachwissen

    Leitfragen für inklusive und wirksame Partizipation

    Gute Partizipation braucht klare Ziele, transparente Rahmenbedingungen und ausreichend Entscheidungsspielraum. Die folgenden Leitfragen unterstützen Fachpersonen, Verwaltungen, Organisationen und politische Akteur*innen dabei, partizipative Prozesse inklusiv, wirksam und menschenrechtskonform zu gestalten.
    Link zur Detailseite
  • Fachwissen

    Was ist Partizipation? Begriffe, Unterschiede, Bedeutung

    «Partizipation» wird oft verwendet – aber nicht immer im Sinne der UNO‑BRK. Wir zeigen, was echte Partizipation ausmacht und wie sie sich von Teilnahme, Teilhabe, Inklusion und Selbstvertretung unterscheidet.
    Link zur Detailseite
  • Standpunkt

    Partizipation ist ein Menschenrecht – kein freiwilliges Zugeständnis

    Die Schweiz hat die UNO‑BRK ratifiziert, doch Menschen mit Behinderungen werden weiterhin zu spät oder gar nicht einbezogen. Agile fordert: Mitbestimmung jetzt – verbindlich, wirksam, barrierefrei.
    Link zur Detailseite
  • Fachwissen

    Echte Partizipation – Lücken und wirksame Ansatzpunkte

    Echte Partizipation gelingt nur, wenn Menschen mit Behinderungen von Anfang an wirksam einbezogen werden. Dieser Beitrag zeigt die zentralen Lücken in heutigen Beteiligungsprozessen – und praxisnahe Ansatzpunkte, wie Verwaltungen, Politik und Organisationen Beteiligung inklusiv und wirksam gestalten können.
    Link zur Detailseite
  • Forderung

    Unsere Forderungen: Partizipation wirksam machen

    Partizipation ist ein Menschenrecht – aber noch keine Realität. Damit Menschen mit Behinderungen wirklich mitbestimmen können, braucht es klare politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Agile fordert konkrete Massnahmen, damit der Grundsatz Nichts ohne uns. endlich umgesetzt wird.
    Link zur Detailseite
Nach oben scrollen