Partizipation ist ein Menschenrecht – kein freiwilliges Zugeständnis
Noch immer werden Menschen mit Behinderungen zu spät, zu unverbindlich oder gar nicht einbezogen. Mitbestimmung wird verwechselt mit symbolischer Teilnahme. Entscheidungsprozesse sind oft nicht barrierefrei, Rollen und Verantwortlichkeiten bleiben unklar, und viele Betroffene erhalten weder die nötige Unterstützung noch die Anerkennung ihrer Expertise. Selbst dort, wo es um ihre eigenen Lebensrealitäten geht, fehlt ihre Stimme – in der Politik, in der Forschung, in der Verwaltung, in den Medien.
Partizipation ist kein Nice‑to‑have. Sie ist ein Grundrecht.
Ein Recht, das nur eingelöst werden kann, wenn Menschen mit Behinderungen frühzeitig, verbindlich und wirksam beteiligt werden – mit klar definierten Kompetenzen und echtem Einfluss. Und ein Recht, das voraussetzt, dass Barrieren abgebaut, Assistenz gesichert und politische Rechte für alle gewährleistet werden.
Agile fordert deshalb konsequent: Nichts ohne uns.
Für echte Partizipation braucht es konkrete Veränderungen: hindernisfreie Zugänge in allen Lebensbereichen, ausreichend finanzierte Assistenz und Hilfsmittel, politische Rechte für alle Menschen – auch unter umfassender Beistandschaft, faire Rahmenbedingungen für öffentliches Engagement sowie mehr Repräsentation in Medien und Forschung. Nur so kann die Schweiz ihrer Verpflichtung aus der UNO-BRK nachkommen und eine demokratische Gesellschaft gestalten, in der Vielfalt gehört, respektiert und sichtbar wird.
Weiterführende Inhalte
- Was sich politisch ändern muss: Unsere Forderungen zur Partizipation
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Leitfragen für inklusive und wirksame Partizipation
Gute Partizipation braucht klare Ziele, transparente Rahmenbedingungen und ausreichend Entscheidungsspielraum. Die folgenden Leitfragen unterstützen Fachpersonen, Verwaltungen, Organisationen und politische Akteur*innen dabei, partizipative Prozesse inklusiv, wirksam und menschenrechtskonform zu gestalten. - Link zur DetailseiteFachwissen
Was ist Partizipation? Begriffe, Unterschiede, Bedeutung
«Partizipation» wird oft verwendet – aber nicht immer im Sinne der UNO‑BRK. Wir zeigen, was echte Partizipation ausmacht und wie sie sich von Teilnahme, Teilhabe, Inklusion und Selbstvertretung unterscheidet. - Link zur DetailseiteFachwissen
Echte Partizipation – Lücken und wirksame Ansatzpunkte
Echte Partizipation gelingt nur, wenn Menschen mit Behinderungen von Anfang an wirksam einbezogen werden. Dieser Beitrag zeigt die zentralen Lücken in heutigen Beteiligungsprozessen – und praxisnahe Ansatzpunkte, wie Verwaltungen, Politik und Organisationen Beteiligung inklusiv und wirksam gestalten können. - Link zur DetailseiteForderung
Unsere Forderungen: Partizipation wirksam machen
Partizipation ist ein Menschenrecht – aber noch keine Realität. Damit Menschen mit Behinderungen wirklich mitbestimmen können, braucht es klare politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Agile fordert konkrete Massnahmen, damit der Grundsatz Nichts ohne uns. endlich umgesetzt wird. - Link zur DetailseiteBeitrag
Ausgrenzung bleibt Realität
Vier von fünf Menschen mit Behinderungen fühlen sich in der Schweiz in wichtigen Lebensbereichen ausgeschlossen. Der neue Inklusionsindex von Pro Infirmis zeigt deutlich: Der Handlungsbedarf bleibt gross – insbesondere in Politik, Arbeit und Mobilität. - Link zur DetailseiteBeitrag
Die Box – für mehr Partizipation in Ihrem Projekt
Wie partizipativ sind unsere Projekte wirklich? Mit «Die Box – für mehr Partizipation in Ihrem Projekt» hat insieme Schweiz ein neues, kostenloses Online-Tool entwickelt, das dabei unterstützt, Projekte gemeinsam mit Menschen mit kognitiver Behinderung zu gestalten. Die Box hilft, den Grad der Partizipation zu reflektieren, konkrete Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren und Beteiligung aktiv zu stärken – mit interaktiven Fragebögen und direkt anwendbaren Hilfsmitteln und Vorlagen.