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Ich bin Brigitte

Da ich in leitender Position bin, habe ich bei wichtigen Gesprächen wie z.B. Verhandlungsgesprächen eine Gebärdensprachdolmetscherin dabei, damit ich gesprächs- und verhandlungssicher bin. Nach den Gesprächen verabschiede ich mich auch mal in Lautsprache. Oft wird mir dann gesagt: «Sie sprechen aber gut» oder «Man versteht Sie sehr gut».

Ich muss jedes Mal sensibilisieren, dass ich hörend geboren wurde und als kleines Kind früh ertaubt bin. Ich mache dem Gegenüber klar, dass das Absehen (Ablesen vom Mund) sehr anstrengend und ermüdend ist und man nicht glauben darf, dass ich mit Absehen alles verstehen kann, selbst wenn ich es gut kann oder gut spreche.

Es geht darum, die Gespräche entspannt in Gebärdensprache führen zu können, Missverständnisse zu vermeiden bzw. nicht ständig nachfragen zu müssen.

Die Schweiz muss die Gebärdensprachen als Landessprachen gesetzlich anerkennen und zwar in DSGS (Deutschschweizerische Gebärdensprache), LSF (Langue des Signes Francaise) und in LIS (Lingua Italiana dei Segni). Ich wünsche mir eine selbstbewusstere Bevölkerung, die dieses Anliegen politisch unterstützt.

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