Betroffene Jugendliche, Behindertenorganisationen und BundesparlamentarierInnen haben in Bern die Petition «Berufsbildung für alle – auch für Jugendliche mit Behinderung» mit 107 675 Unterschriften überreicht. Das Signal an die Adresse des Bundesrates ist klar: Es ist nicht akzeptabel, das Recht auf Berufsbildung allein mit künftiger Rentabilität zu koppeln. Die Hürden für die zweijährige Berufsausbildung der Jugendlichen dürfen nicht erhöht werden.
Die Schulung von behinderten Kindern ist wichtig und wurde letzthin viel diskutiert. Organisationen aus dem Bildungs- und Behindertenbereich in der Schweiz haben zu diesem Thema nun ein umfassendes Webportal aufgebaut.
Wir Schweizerinnen und Schweizer haben einigen Nachholbedarf, was dieses Thema betrifft. Immer noch warten wir auf die Annahme der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen durch unser Parlament. Was in Deutschland, Österreich und anderswo ins Rollen gekommen ist, zeigt das vorliegende Buch facettenreich auf.
Im Mai hat der Bundesrat die Botschaft zur zweiten Tranche 6. IVG-Revision («6b») verabschiedet. Demnach muss die IV nun nur noch 300 Millionen Franken pro Jahr sparen statt 800 Millionen. Diese Summe stand letztes Jahr noch im Vernehmlassungsentwurf. Die Behinderten und ihre Organisationen sagen, das sei immer noch zu viel, weil nicht nötig. Sie weisen die Vorlage zur Verbesserung an den Bundesrat zurück.
Am 12. September 2011 überreichen insieme, Procap und die Vereinigung Celebral dem Bundesrat die Petition «Berufsbildung für alle – auch für Jugendliche mit Behinderung». Sie protestieren damit gegen den geplanten Abbau bei den beruflichen Massnahmen der Invalidenversicherung (IV).
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